die zeit steht still. ich kann sie nicht sehen, nicht riechen und nicht hören, aber sie umgibt mich von allen seiten. ihre stille und unbewegtheit ist beängstigend.
ständig versuche ich, ihr zu entrinnen.
die zeit zu vergessen. manchmal gelingt mir das.
und dann, ganz plötzlich, ist sie wieder um mich. vielleicht wenn ich die haustür öffne oder das licht anschalte oder sonst etwas tue. da ist sie wieder, körperlos und still und hält mich fest. [ich werde mich an sie gewöhnen müssen, an ihre gleichgültigkeit und allgegegenwart.]
sie dehnt sich aus in die unendlichkeit wie ein riesiges spinnennetz.
ein graues, unerbittliches netz, in dem jede sekunde meines lebens festgehalten liegt. vielleicht erscheint sie mir deshalb so beängstigend, weil sie alles aufbewahrt und nichts wirklich enden läßt...